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Künstliche Intelligenz revolutioniert das Onlineshopping – nicht nur für Konsument:innen, sondern auch für Händler:innen. Eine aktuelle Analyse von Adobe zeigt, dass KI-Suchmaschinen wie ChatGPT, Perplexity und You.com zunehmend an Bedeutung gewinnen und im Vergleich zu herkömmlichen Suchmaschinen wie Google spannende Vorteile bieten. Doch wo genau liegen diese Vorteile, und kann KI Google wirklich den Rang ablaufen?
Suchmaschinen sind seit Jahrzehnten der Dreh- und Angelpunkt des Onlineshoppings. Bisher dominierte Google den Markt und bestimmte, welche Shops und Produkte Nutzer zuerst sehen. Doch die rasante Entwicklung von KI-Suchmaschinen verändert das Spiel:
Laut Adobe ist der Traffic, den KI-Suchmaschinen zu Onlinehändlern leiten, sprunghaft angestiegen. Zwischen dem 1. November und dem 31. Dezember 2024 verzeichneten KI-Suchanfragen einen Zuwachs von 1.300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Vor einem Jahr waren viele der heute genutzten KI-Tools mit Suchfunktion noch gar nicht auf dem Markt. Erst in den letzten Monaten haben sich Anbieter wie OpenAI (ChatGPT), Perplexity AI und You.com als Alternative zu Google positioniert.
Dennoch bleibt Google bislang unangefochten: Bezahlte Suchergebnisse und E-Mail-Marketing sind nach wie vor die wichtigsten Traffic-Quellen für Onlinehändler. KI-Anfragen machen zwar einen wachsenden, aber noch kleinen Anteil am gesamten Suchverkehr aus.
Trotz des noch geringeren Gesamtvolumens zeigen sich klare Vorteile für Onlinehändler, wenn Nutzer über eine KI-Suchmaschine auf ihre Seite gelangen:
Die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher tatsächlich einen Kauf abschließen, ist durch KI-Suchen stark gestiegen. Noch im Juli 2024 lag die Conversion-Rate von KI-Traffic 43 Prozent unter der anderer Suchquellen – mittlerweile sind es nur noch 9 Prozent.
Nutzer, die durch eine KI-Suche auf eine Website gelangen, verbringen dort durchschnittlich 8 Prozent mehr Zeit. Sie schauen sich mehr Produkte an, klicken sich durch verschiedene Kategorien und haben eine 23 Prozent niedrigere Bounce-Rate. Das bedeutet, sie verlassen die Seite nicht sofort wieder, sondern beschäftigen sich intensiver mit den Angeboten.
Diese Zahlen zeigen: KI-Suchen liefern oft qualifizierteren Traffic als klassische Suchmaschinen, da User gezielter nach Produkten suchen und durch die personalisierte KI-Unterstützung relevantere Ergebnisse erhalten.
Eine weitere spannende Erkenntnis der Adobe-Analyse ist, wann und warum Konsumenten KI-Suchen Google vorziehen.
39 Prozent der Befragten haben bereits KI für ihre Shopping-Recherche genutzt. Dabei setzen sie die Technologie vor allem für folgende Zwecke ein:
Ein entscheidender Vorteil der KI-Suche ist das Chatbot-Interface. Statt viele Tabs mit unterschiedlichen Produktseiten zu öffnen, bleiben Nutzer in einem Gespräch mit der KI und lassen sich dort verschiedene Optionen und Vergleiche anzeigen.
Ein überraschendes Detail der Studie betrifft die Nutzung von KI-Suchmaschinen auf verschiedenen Geräten:
86 Prozent der KI-Suchen erfolgen auf einem Desktop-Computer. Zum Vergleich: Nur 34 Prozent der Besucher aus anderen Traffic-Quellen (z. B. Google oder Social Media) nutzen Desktop-Geräte.
Warum ist das wichtig? Das deutet darauf hin, dass Nutzer KI eher für ausführliche und komplexe Recherchen nutzen – beispielsweise beim Kauf von teureren Produkten oder detaillierten Vergleichen.
KI-Suchmaschinen gewinnen rasant an Bedeutung und bieten sowohl Konsumenten als auch Onlinehändler erhebliche Vorteile:
Doch Google bleibt nach wie vor der größte Player im Online-Suchmarkt. Bezahlte Anzeigen und etablierte SEO-Strategien sorgen weiterhin für den meisten Traffic bei Onlinehändlern.
Langfristig könnte sich das jedoch ändern. Mit der rasanten Weiterentwicklung von KI-gestützten Suchmaschinen und deren wachsenden Nutzerzahlen wird es spannend zu beobachten, ob Google seine Spitzenposition halten kann – oder ob KI ihm tatsächlich den Rang abläuft.
Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel, der auf t3n.de erschienen ist. Detaillierte Informationen der hier erwähnten Analyse können Sie im Adobe Blog aufrufen.
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