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Das Kind hat einen Namen - Viele unserer Kundinnen und Kunden arbeiten seit Jahren mit unserer Shopsoftware. Sie kennen sie als leistungsstarke E-Commerce-Lösung von digital concepts, als individuellen Webshop, als B2B-Shop, als E-Commerce-Plattform oder manchmal einfach als „den Shop“.
Rabattaktionen, Restposten, Saisonangebote oder spezielle Kampagnen gehören für viele Webshops zum Alltag. Solange nur wenige Produkte betroffen sind, lässt sich das oft noch manuell verwalten. Bei großen Sortimenten, mehreren Kundengruppen oder kombinierten B2B/B2C-Shops wird es jedoch schnell unübersichtlich.
„Ab 100 Stück wird es günstiger.“ Klingt einfach. Ist es aber nur auf den ersten Blick. Denn im Webshop kann dieser Satz auf unterschiedliche Arten berechnet werden – und je nach Berechnungsart kommen am Ende sehr unterschiedliche Preise heraus.
Gerade im B2B-Commerce ist das wichtig. Dort geht es oft nicht nur um ein paar Stück mehr oder weniger, sondern um größere Bestellmengen, Verpackungseinheiten, Paletten, Container, Lizenzmodelle oder kundenspezifische Einkaufskonditionen. Wer hier sauber kalkuliert, vermeidet Missverständnisse, falsche Margen und unangenehme Rückfragen im Vertrieb.
Im B2B-E-Commerce geht es selten nur darum, dass ein Kunde Produkte in den Warenkorb legt und auf „Bestellen“ klickt. Für viele Geschäftskunden beginnt danach erst der eigentlich wichtige Teil: Die Bestellung muss in das eigene ERP-, Warenwirtschafts- oder Einkaufssystem übernommen werden.
Passiert das manuell, entstehen schnell typische Probleme: Bestellungen werden abgetippt, Artikelnummern müssen gesucht, Mengen umgerechnet und Daten in unterschiedlichen Systemen kontrolliert werden. Das kostet Zeit, bindet Personal und öffnet Fehlern Tür und Tor. Kurz gesagt: Der Shop verkauft digital – aber dahinter wird wieder analog gearbeitet.
Genau hier setzt der automatische Bestellexport in Kundensysteme an.
Viele Shopbetreiber kennen den Bestellbutton bereits gut. Er muss eindeutig anzeigen, dass mit dem Klick eine zahlungspflichtige Bestellung ausgelöst wird. Nun kommt im E-Commerce ein weiterer wichtiger Baustein hinzu: der Widerrufsbutton.
Ab 19. Juni 2026 sollen Verbraucherinnen und Verbraucher online geschlossene Verträge ähnlich einfach widerrufen können, wie sie diese abgeschlossen haben. Für Webshops bedeutet das: Der Rücktritt vom Vertrag darf nicht irgendwo im Kleingedruckten, hinter einem Kontaktformular oder in einer Support-Warteschlange verschwinden. Er soll direkt über eine gut sichtbare Online-Funktion möglich sein.
Oder einfacher gesagt: Wer online bestellen kann, soll künftig auch online widerrufen können – ohne digitale Schnitzeljagd.
Im B2B-Vertrieb ist der Preis selten eine rein statische Zahl. Mengen, Projektvolumen, Kundenbeziehung, Rahmenvereinbarungen oder kurzfristige Verhandlungssituationen können dazu führen, dass individuelle Konditionen vereinbart werden. Genau hier entsteht in vielen Unternehmen eine typische Lücke zwischen persönlichem Vertrieb und digitalem Bestellprozess: Der Außendienst verhandelt, der Shop zeigt Standardpreise, das Angebot wird separat erstellt und die eigentliche Bestellung folgt später über einen anderen Kanal.
Das ist funktional möglich, aber selten effizient. Denn jeder Medienbruch erhöht den Aufwand, verlangsamt den Abschluss und schafft Raum für Missverständnisse. Moderne B2B-Shops sollten deshalb nicht nur Produkte anzeigen und Bestellungen entgegennehmen, sondern auch reale Vertriebsprozesse abbilden können.
In vielen Unternehmen ist der Einkauf längst nicht mehr nur Sache einer einzelnen Person. Mitarbeitende bestellen Verbrauchsmaterial, Ersatzteile, Werbemittel oder projektbezogene Artikel direkt im Webshop. Das ist bequem, schnell und grundsätzlich effizient. Problematisch wird es jedoch dann, wenn jede Bestellung sofort verbindlich ausgelöst werden kann – unabhängig von Budget, Zuständigkeit oder interner Freigabe. Eine falsch bestellte Maschinenkomponente, ein zu großer Werbemittelauftrag oder eine Bestellung außerhalb definierter Einkaufsrichtlinien kann schnell unnötige Kosten verursachen. Genau hier zeigt sich, wie wichtig ein strukturierter Freigabeprozess für Bestellungen im B2B-E-Commerce ist.
Ein Betreiber mehrerer Ferienhäuser verwaltet unterschiedliche Objekte mit mehreren Zimmern und Betten. Dazu kommen Zusatzleistungen wie Frühstück, Endreinigung oder Parkplatz. Was zunächst überschaubar klingt, wird im Alltag schnell komplex: Welche Einheit ist in welchem Zeitraum verfügbar? Welche Zusatzleistung gehört zu welcher Buchung? Und welche Daten müssen später für Abrechnung oder Verwaltung weitergegeben werden?
Service klingt oft nach Telefon, Excel-Liste und Zettelwirtschaft. In der Realität bedeutet das für viele Unternehmen: Abstimmung per E-Mail, verlorene Informationen und verzögerte Rechnungen.
Dabei geht es auch anders – strukturiert, digital und effizient.
Der Begriff „Full Stack“ war lange Zeit ein echtes Qualitätsmerkmal. Entwickler, die „alles können“ – vom Frontend bis zur Datenbank – galten als ideale Lösung für digitale Projekte. Und ja: Für viele klassische Webanwendungen funktioniert dieses Modell auch heute noch gut.
Im E-Commerce – insbesondere im B2B-Umfeld – stößt dieser Ansatz jedoch zunehmend an seine Grenzen.
Nachdem wir im ersten Teil das OCI-Interface und im zweiten Teil das Punchout-Grundprinzip betrachtet haben, widmen wir uns nun der modernsten und international am weitesten verbreiteten Variante: dem cXML-Punchout.
Auch hier gilt: verständlich erklärt – ohne Technikstudium.
Im B2B-E-Commerce geht es selten um spontane Kaufentscheidungen. Stattdessen stehen strukturierte Beschaffungsprozesse, klare Freigaben und die nahtlose Anbindung an bestehende IT-Systeme im Vordergrund. Genau hier setzt das OCI-Interface (Open Catalog Interface) an.
Dieser Beitrag ist Teil 1 einer Serie, in der wir erklären, wie digitale Kataloganbindungen funktionieren – verständlich, praxisnah und ohne Technik-Kauderwelsch. In den nächsten Teilen folgen:
Individuelle Prozesse, Schnittstellen und Preislogiken – sauber gebaut von der Softwarefirma aus Linz.
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